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Kooperation mit Cultus UG bringt große Vorteile für Studierende

Donnerstag, 15.März 2012 von

Aktuelles

Am 6. Dezember 2011 hat das Studierendenparlament der Universität Potsdam mit großer Mehrheit Kooperationsverträge mit der CULTUS UG beschlossen. Dabei stellt die Studierendenschaft 35.000 Euro zur Verfügung, die für die Anschaffung von Veranstaltungstechnik und den Ausbau der Seminarräume verwendet werden. Die Studierenden erhalten im Gegenzug einen ermäßigten Eintritt zu den beliebten Veranstaltungen des Spartacus, können monatlich kostenlos selbst Veranstaltungen im „Partyhaus“ organisieren, ihr Sommerfest dort veranstalten und vergünstigt die Seminarräume nutzen – für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation.

„Mit der Entscheidung, mit dem ‚freiLand‘ zu kooperieren, wird nicht nur ein aufstrebendes junges Projekt mit einer großen studentischen Beteiligung gefördert, sondern für die Studierenden der Universität Potsdam wird die Möglichkeit geschaffen, sich besser zu organisieren und zu engagieren“, kommentiert Christian Gammelin, Mitglied im Studierendenparlament und Sprecher der Juso-HSG Potsdam. Studentische Initiativen leiden vor allem darunter, keine Räume für ihr Engagement zu finden, die Umsetzung von neuen Ideen und studentisches Engagement werden so erheblich erschwert oder sogar verhindert. „Es ist verwunderlich, was derartige Probleme einigen Hochschulgruppen scheinbar bisher vollkommen unbekannt waren.“, stellt Gammelin zur Kritik am Vertrag zu den Seminarräumen fest.

Auch bei der Organisation des jährlichen Hochschulsommerfests entstehen jedes Jahr erhebliche Kosten für Technik, Bühnenmiete und sanitäre Anlagen, welche mit der Durchführung im „freiLand“ eingespart werden können. Mit der Reduzierung des Eintritts für die ohnehin stark besuchten und beliebten Veranstaltungen in „freiLand“ und Spartacus macht sich die Kooperation direkt im Geldbeutel der Studierenden bemerkbar.

„Wir als Juso-HSG hatten es uns zum Ziel gesetzt, studentische Freiräume in Potsdam zu stärken und so den Studierenden unserer Universität neue Gestaltungsräume zu bieten. Wir freuen uns, dass die Betreiber_innen des ‚freiLand‘ auf die Studierendenschaft zugekommen sind. So konnte eine Vereinbarung ausarbeitet werden, die für alle Seiten ein großer Gewinn ist. Die hohe Zustimmung im Studierendenparlament beweißt das“, so Patrick Gumpricht, der für die Juso-HSG im Studierendenparlament sitzt. Neben dem „freiLand“ unterhält der AStA noch viele weitere Kooperationsvereinbarungen, welche den Studierenden messbare Vorteile bringen, so können Studierende z.B. die Fahrräder des Betreibers „nextbike“ kostenlos nutzen. Die Studierendenvertretung steht neuer Zusammenarbeit immer offen entgegen und freut sich über jeden Antrag, der den Studierenden Vorteile bringt. „Es wäre schön, wenn auch aus der Opposition Initiativen für Kooperationen kommen würden oder zumindest Studierende motiviert würden, über einen Antrag Unterstützung für ihr Engagement zu erhalten“, reagiert Gumpricht auf die Kritik, dass in der Studierendenvertretung einseitige Förderung betrieben würde. Er stellt fest: „Dieses Jahr wurde noch kein Antrag auf Förderung im Studierendenparlament abgelehnt. Zuletzt erhielt der NIL mit Zustimmung auch der Opposition die Zusage für neue Ausstattung.“

In diesem Zusammenhang sind die kürzlich aufgekommenen Vorwürfe der „Untreue“ von Vertreter_innen der Studierendenschaft nicht nur haltlos, sondern verleumderisch. Wenn sich zudem angemaßt wird, dass Änderungsanträge einzelner Studierendenparlamentsmitglieder automatisch Interesse der gesamten Studierendenschaft sind, sind Maß und Mittel einigen abhanden gekommen. Darüber hinaus tritt die Juso-HSG Potsdam Behauptungen, dass in dieser Sache einzelne mit sich selbst verhandelt hätten, entschieden entgegen: Auf der einen Seite steht die CULTUS UG, die an die Studierendenschaft herangetreten ist und auf der anderen Seite der AStA, der die Verhandlungen führte. Zu guter Letzt wurde der gesamte Vorgang mehrmals im Studierendenparlament beraten.

Die Juso-HSG Potsdam sieht zudem ein Problem im Verständnis von Positionen. So lehnt der Spartacus e.V. Hierarchie ab und hat Vorstandsposten, weil dies rechtlich erforderlich ist und nicht, damit sich irgendwer darstellen kann. Hier liegt sicherlich ein maßgeblicher Unterschied zu denen, die jetzt die Moralkeule schwingen. Daraus ergibt sich auch, dass es schlicht nicht allen bekannt gemacht wurde. Hier sind aber nun alle sensibilisiert, sodass auch allen Maßstäben der Transparenz gefolgt werden kann.

Absicht kann hingegen nicht unterstellt werden. Ebenso unglaubwürdig ist es, wenn Flächendeckend behauptet würde, man wüsste nicht, dass die kritisierten Personen im Spartacus e.V. aktiv sind. Wer das behauptet, lebt schlicht nicht in dieser Stadt und hat keine Ahnung vom studentischen Engagement an der Universität Potsdam.

Unabhängig davon gab es zudem eine Anzeige bezüglich des Finanzgebarens des vorletzten AStA. In der Vergangenheit gab es oft Kritik, dass einige Ausgaben nicht rechtmäßig seien. Die Juso-HSG Potsdam hält auch diese Vorwürfe für völlig unhaltbar. „Der Landesrechnungshof  hat der Studierendenschaft Potsdam mehrfach bestätigt, dass sie mit ihren Mitteln gut wirtschaftet. Außerdem wird die Verwendung der Gelder durch das direkt gewählte, demokratisch legitimierte Studierendenparlament beschlossen und der Haushalt zudem vom Universitätspräsidium genehmigt. Außerdem unterzieht sich der AStA jedes Jahr freiwillig einer Rechnungsprüfung durch Wirtschaftsstudierende. So unterliegt das Finanzgebaren der Studierendenschaft hohen Standards an Transparenz. Daher lassen wir uns von den routinemäßigen Hetzkampagnen derer, die in der Studierendenvertretung sonst vor allem durch Abwesenheit und Ideenlosigkeit glänzen, nicht irritieren, sondern freuen uns darauf, auch weiterhin wichtige Projekt im Sinne der Studierenden zu unterstützen“, kommentiert Denis Newiak, Sprecher der Juso-HSG Potsdam. Aus diesem Grund sieht die Juso-Hochschulgruppe der Klage gelassen entgegen und erwarten, dass sich die Vorwürfe in Luft auflösen werden.

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2 Kommentare

  1. Martin sagt:

    Sehr schöne PM, macht weiter so. Freiland für freie Studierende!

  2. piracetam sagt:

    „Wir werden in intensivem Kontakt bleiben. Wir fordern eine zügige Auseinandersetzung mit dem BbgHg, welche zusammen mit den Studierendenschaften erfolgt. Schließlich sind es die Studierenden, auf welche Änderungen den größten Einfluss haben. Staatssekretär Gorholt hat zugesagt, die Studierendenschaften intensiver einzubinden. Darauf darf sich das Ministerium jedoch nicht ausruhen. Wir gehen davon aus, dass diese Zusage Bestand hat und sich in einem Anhörungsrecht der Brandenburgischen Studierendenvertretungen im Landtag bzw. im Ausschuss für Wissenschaft, Forschung und Kultur niederschlägt. Wir appellieren hiermit an die Regierung und alle Parteien und Parlamentarier im Landtag, sich für ein solches Recht stark zu machen“, schließt Jakob Weißinger, Referent für Campuspolitik.

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