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Juso Hochschulgruppen kritisieren Landesregierung für die Kürzungen der Mittel für die Studentenwerke

Sonntag, 24.Februar 2013 von

Aktuelles

Der Verwaltungsrat des Potsdamer Studentenwerkes tagt am 25. Februar in Potsdam um eine heikle Entscheidung zu treffen. Es geht um die Frage wie auf die Kürzung der Landesmittel für die Studentenwerke in Brandenburg im Doppelhaushalt 2013/14 in Höhe von 1 Million Euro reagiert werden soll. Das Studentenwerk in Frankfurt/Oder musste die Beiträge für Studierende bereits erhöhen.

Die Juso-Hochschulgruppen Brandenburg warnen davor, dass weitere Kosten auf die Studierenden umgelegt werden. „Durch die Kürzungen der Landesregierung in Höhe von einer Million Euro bei den Studentenwerken müssen diese die Beiträge für die Studierenden erhöhen“ so Malte Jacobs, Landessprecher der Juso Hochschulgruppen.

Aufgrund der Kürzungen kam es bereits beim Studentenwerk Frankfurt/Oder zu einer Beitragserhöhung. Das Studentenwerk Potsdam muss ebenso bald nachziehen, um die gekürzten Mittel auszugleichen, sollten diese über das Jahr 2014 hinaus fortgeführt werden, erläutern Friederike Hartmann und Magnus Neubert vom Vorstand der Juso Hochschulgruppe Viadrina.

Für die Juso Hochschulgruppen steht fest, dass die Gebühren für die Studentenwerke generell langfristig abgeschafft werden sollten, da es sich bei der Finanzierung der Studentenwerke um eine essentielle Infrastrukturaufgabe des Landes handelt. „Versprechen, dass Bildung nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen darf, werden konterkariert durch die Kürzungen bei den Studentenwerken und die Tatsache, dass die Hochschulen überhöhte Rückmeldegebühren erheben, um die eigene Verwaltung zu finanzieren.“ erläutert Jacobs die Hintergründe für die weiter steigenden versteckten Studiengebühren in Brandenburg.

Christian Gammelin, Sprecher der Juso HSG Potsdam stimmt ihm zu: „Es kann nicht sein, dass das Land den Studentenwerken Gelder streicht, sodass diese noch weniger für mehr studentischen Wohnraum tun können.“ Gerade in Potsdam gibt es aber so starken Wohnraummangel, dass dieses Jahr erstmals über 100 Studierende selbst bei der Verlosung der letzten freien Wohnheimplätze kurz vor Studienbeginn noch immer keine Wohnung hatten. „Auch in Wildau und Königswusterhausen gibt es faktisch keinen Wohnungsleerstand, sodass die Studierenden als einzige Möglichkeit aufgrund mangelnder Wohnheimplätze komplett auf Berlin angewiesen sind.“ erläutert Patrick Michalowski, Sprecher der Juso-HSG Wildau und Mitglied des Verwaltungsrates des Studentenwerks Potsdam, dass dies nicht nur ein Potsdamer Problem ist.

Ein Kommentar

  1. silver price sagt:

    Für die Juso Hochschulgruppen steht fest, dass die Gebühren für die Studentenwerke generell langfristig abgeschafft werden sollten, da es sich bei der Finanzierung der Studentenwerke um eine essentielle Infrastrukturaufgabe des Landes handelt. „Versprechen, dass Bildung nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen darf, werden konterkariert durch die Kürzungen bei den Studentenwerken und die Tatsache, dass die Hochschulen überhöhte Rückmeldegebühren erheben, um die eigene Verwaltung zu finanzieren.” erläutert Jacobs die Hintergründe für die weiter steigenden versteckten Studiengebühren in Brandenburg.

Juso-HSG Potsdam - in drei Minuten.